Im alten Badezimmer hat Nette mit dem Schlaghammer die alten rosa Fliesen komplett entfernt. Der alte Ofen ist entsorgt und die Wanne habe ich mit dem Schlepper raus gerissen.
Hinter den Fliesen kommt der tolle Mauerstein zum Vorschein. Die Steine kann man hier überall in der Gegend finden. Unser Haus besteht im Erdgeschoß über 2m Höhe aus einer dicken Steinmauer. Wir werden diese nach der Renovierung soweit als möglich innen sichtbar lassen. Eine Herausforderung wird es noch werden, die Reste an Putz von den Steinen zu entfernen.
So, den Stein haben wir dann mal ins Rollen gebracht 😉 Nun sind wir gespannt, was alles über uns kommt und wie lange es dauert, bis der Bauantrag durch ist. Baubeginn ab Mai??? Es werden noch Wetten angenommen…
Endlich ist es so weit. Soviel Schnee, dass ich mit dem Schlepper den ganzen Hof vom Schnee frei räumen kann. Wie unglaublich geil ist das denn! Als wir heute aufwachten, war alles weiß. An Schnee liegt soviel draussen, dass es auch nicht lächerlich ist, wenn man mit dem Schlepper das Ganze macht. Schneeschaufel ade! Ich glaube so ein grinsen hatte ich schon lange nicht mehr im Gesicht 🙂
Dann kam auch noch der Besitzer der Firma vorbei, welche auf Reinigungen von alten Gebäuden spezialisiert ist. Besuch am Wochenende, das ist doch mal was. Als erstes wurde uns erklärt, dass die Entfernung des Fugenputzes im Gewölbekeller eine dumme Idee war. Zum Glück ist es ja nur ein kleiner Abschnitt. Die Firma wird im Sandstrahlverfahren die Steine reinigen. Bröselputz kommt dann mit runter, der Rest bleibt drin. In die von uns bearbeiteten Fugen müssen wir dann neuen Putz rein machen. Das schaffen wir schon. Er hat empfohlen, den Boden des Gewölbekellers mit Basaltsplitt auf zu füllen und dann einfach gebrannte Backsteine drauf zu legen. Vorher werden wir in Eigenleistung den Boden um ca. 15 cm abtragen. Toll war aber zu hören, dass aus seiner Sicht alles top ist. Und natürlich immer schön lüften, dass es so bleibt. Soll ja noch ein paar Jahrhunderte halten…
Neben dem Entfernen der Fließen können wir vor der Baufreigabe schon mal das Linoleum aus dem Haus entfernen. Was sich so leicht anhört ist ein ziemliches Geschufte. Entweder Stück für Stück mit dem Multitool abschaben oder streifenweise mit der Heißlufpistole anwärmen und abziehen. Da lernt man das Haus Stück für Stück kennen… 😉 Bei der Arbeit haben wir festgestellt, dass eine saubere Baustelle ganz hilfreich ist. Das heißt, es wird jetzt immer mit dem Industriesauger gereinigt, so dass wir es vermeiden, ständig im Staub zu arbeiten. Masken in Zug und beim Einkaufen sind uns grad genug, so dass wir es bei der Arbeit im Hof lieber vermeiden wollen… Flur und altes Schlafzimmer sind geschafft. Jetzt sind noch Bad und Wohnzimmer dran. Ganz interessant, was darunter dann alles zum Vorschein kommt. Mal Putz, mal Holzplatten – sind gespannt, was die frei geben, wenn wir darunter schauen.
Heute morgen wurden wir vom Scheefahrzeug geweckt. So traumhaft schön! Nicht viel – doch wir sind hier in der Gegend die letzten Jahre vom Schnee gar nicht verwöhnt worden. Im Hof haben wir nur etwas ‚abgehangen‘ und nach alten Türen und Fenstern im Internet gesucht. Im Kuhstall gibt es auch noch eine Trennwand in der zwei Türen verbaut wurden. Vielleicht können wir die ja noch nutzen.
Die Gelegenheit mit Schnee musste ich natürlich gleich noch für ein paar Fotos nutzen. Das eine Bild ist heute bei einem Spaziergang mit Melisa und Nette entstanden. Wer genau sucht, kann die Scheune mit dem Stern finden :-).
Heute hatten wir uns vor genommen, die Zeit zu nutzen und die ersten Aktivitäten im neuen Jahr zu starten. Nette hat mit dem Multitool begonnen, das Linolium in der Küche zu entfernen. Nach einem kleinen Stück war das Werkzeug aber so abgenutzt, so dass sie eine andere Beschäftigung brauchte.
Zwischenzeitlich habe ich im Gewölbekeller versucht, mit der Elektrobürste die Steine zu reinigen. Viel Staub und wenig Erfolg… Dann haben wir angefangen mit Hammer und Meißel den alten Putz zu entfernen. Eine Sauarbeit! Das ist das erste Mal, dass wir ein Gefühl bekommen, was so alles an Arbeiten auf uns wartet. Auch stellten wir fest, dass es sich doch sehr lohnt, über eine Professionalisierung der Vorgehensweise nach zu denken. Jetzt ist erst mal der Putz in einem kleinen Bereich bei den Fugen zwischen den Felssteinen ab. Dahinter ist Lehm. Nun rätseln wir ob das so Sinn macht. Für ein neues Verputzen schein es erforderlich zu sein. Eine gründliche Reinigung der Felssteine mit einer Drahtbürste ist recht unpraktisch. Ich denke es lohnt sich mal nach einer Firma zu suchen, die ggf. auch eine Reinigung mit dem Sandstrahler macht.
Fragen über Fragen. Da werden wir wohl noch einiges lernen müssen… 😉
Eine Wand mit gereinigten Fugen – die andere Wand noch im Original.
… oder zumindest zeigt sich der nächste große Abschnitt in der Erneuerung unseres Hofes. Wir haben die Architekturentwürfe und die Vorgehensweise mit unserer Architektin die letzten Monate noch einmal überarbeitet. Im Sommer hatten wir eine erste Kostenabschätzung für die Scheune und brauchten danach eine kleine Wiederbelebung 😉 . Jetzt haben wir uns entschieden, dass wir mit dem Haus anfangen und die Scheune schrittweise erneuern bzw. bewohnbar machen. Es soll ja ein Projekt bleiben, dass uns Freude macht und nicht in den Ruin stürzt.
Im alten Bauernhaus werden wir die Dachetage bewohnbar machen, so dass es etwas mehr als die ursprüngliche Minimallösung wird. Vor einem Jahr wäre uns das Haus zu klein gewesen, doch inzwischen haben wir uns so sehr an den Hof, Garten, Bach und Scheune gewöhnt, dass von „zu klein“ keine Rede mehr sein kann.
Um die durch Corona geschenkte Zeit etwas nutzen zu können, haben wir mit der Architektin überlegt, was wir machen können, ohne offiziell mit dem Bau zu beginnen. Da was geeignetes zu finden ist relevant, wenn man wie wir Zuschüsse haben möchte. Dann müssen die Freigaben von Denkmal-/, Bau-/ Gemeindeamt alle durch sein. Da bestimmt noch ein paar Ämter fehlen, gehen wir davon aus, dass die Freigaben bis April dauern werden.
So haben wir jetzt eine Liste, was wir machen können. Oben drauf stand die Fliesen in der Küche zu entfernen, Gewölbekeller grundreinigen und noch diverse andere sinnvolle Dinge. Also los… 🙂
Nette und Melisa haben angefangen die Tapete in der Küche zu entfernen, dann waren die Fließen dran. Zwei große Schlepperschaufeln Schutt haben wir so aus dem Haus gebracht und einige der ganz alten Balken und Gefache mit Feldsteinen frei gelegt…
Gute Freunde haben sich kurzfristig zum Grillen angemeldet. Stolz haben wir natürlich unser neues – immer schöner werdendes Anwesen – präsentiert. Im Wohnanhänger hatten wir dann auch die ersten Übernachtungsgäste auf dem Anwesen. Sonntag zum Frühstück saßen wir das erste Mal im Garten. Das war einfach toll. Gren hat als Drohnenpilot eine erste Luftaufnahme vom Anwesen gemacht. Er behauptet, dass die Steuerung ein Problem hatte – vielleicht hätte er am Abend vorher nur früher ins Bett sollen 😉
Wenn es ans Kehren geht, ist unser Anwesen eine echte Herausforderung. Die erste große Hofreinigung habe ich noch mit Verzweiflung und Blasen an den Händen mit dem Besen gemacht. Letzten Samstag habe ich mich dann aber doch professionell ausgestattet und eine mechanische Kehrmaschine organisiert. Mit dem Ding läßt sich der Dreck echt gut – und ganz ohne Staubentwicklung – auffegen. Einmal im Reinigungsflash habe ich dann noch mit dem kleinen Industriesauger alles durch gesaugt. Von Tenne über Fruchtboden, Heuboden und Kuhstall. Da hat man gesehen, was man schafft. Plötzlich sieht man sogar die Struktur im Holz der Bodenplatten :-). Ich glaube das ist eine Form von Coronalagerkoller. Anders kann ich mir den Wahn nicht erklären. Dann hatte ich mir die Woche noch einen Wlan-Router bestellt. Das Teil ist echt krass und eigentlich für Gaming-Wettbewerbe ausgelegt. Jetzt haben wir in jeder Ecke vom Grundstück Internet :-). Vielleicht gibt es ja in der Scheune alsbald die ersten Gaming Partys. Auf jeden Fall kann ich nun Videokonferenzen aus der Scheune machen…