Neben dem Dach ist nun mit der Bodenplatte die zweite große Erneuerung abgeschlossen. Dämmung, Rohre und Erdung liegen darunter, so dass nun weiter ausgebaut werden kann.


Iptingen Down Town
Neben dem Dach ist nun mit der Bodenplatte die zweite große Erneuerung abgeschlossen. Dämmung, Rohre und Erdung liegen darunter, so dass nun weiter ausgebaut werden kann.

Na, das ist doch mal eine Überraschung – es ist wohl eines der wenigen Momente, unseren Hof bei Schnee zu sehen. Dafür aber sehr schön 🙂

Zur Abgrenzung des Wirtschaftsraumes zum Flur im Eingangsbereich haben wir uns entschlossen, eine Steinmauer zu setzen. Im Hof und bei eingerissenen Mauern im Haus haben wir zahlreiche Steine dafür gefunden. Und dann wäre ich mit dem Schlepper beinahe auch noch über einen großen Stein gefahren. So etwas gefährliches gehört natürlich weggeräumt…


Das dürfte wohl der letzte größere Rückbau von Änderungen in der Grundstruktur des Hauses sein. Aus dem Bad mit anliegender Toilette wird mal unser Ankleidezimmer. Jetzt noch bißchen die Wände machen, Fußboden rein und Decke neu – und schon wird das neue Zimmer fertig sein 🙂



Der nächste Bauabschnitt geht auf den Abschluss zu. Im Erdgeschoss wurde alles ausgebaggert und Dämmplatten eingelegt. Wo notwendig sind auch die unteren Bodenbalken abgestützt. Hier hatten wir befürchtet, dass ein Hauptbalken am Boden ausgetauscht werden muß. Da hatten wir mal Glück, dass er doch nicht zu morsch war. Schon unglaublich, was so eine Eiche im Boden alles über Jahrhunderte aushält.
Eine Überraschung gäbe es dann aber doch noch – bei der Tür zum alten Öllager hat man den Stützbalken so tief beschädigt, dass wir hier wohl zu mauern werden und die Tür an eine andere Stelle setzen müssen. Die Überraschungen hören also nicht auf…

Nachdem wir festgestellt haben, dass der Balken über der Tür komplett erneuert werden muß, haben wir die Gelegenheit genutzt, die ganze Frontseite zum Hof neu zu gestalten. Unten in der alten Milchküche ist das Fenster raus, dafür machen wir in die neue Tür ein Fenster rein. Die alte Eingangstür wird ein großes Fenster, welches Licht auf die Treppe wirft. Dann kommt links unten noch ein großes Fenster rein. Oben im Arbeitszimmer haben wir ja die Holzdecke entdeck. Wir denken, dass das zugemauerte Fenster rechts wieder geöffnet werden sollte, um die Abendsonne rein zu lassen. Wir finden das sieht toll und sehr stimmig aus. Unsere Architektin hat das wie immer gut vorbereitet, so dass das Denkmalamt gleich zustimmen konnte :-).

Für die Abstützbalken im Flur wurde diese Woche das Fundament aufgebaut. Dann haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, dass zwischen Flur und Waschmaschinenraum eine Sichtmauer aus Granitgestein aufgebaut werden soll. Wenn, dann richtig…
Die hat auch gleich ein Fundament bekommen. Unsere neu verlegten Rohre sollen es ja nicht zu schwer haben…
Und dann haben wir immer Gäste im Haus. Die Kotportionen welche wir finden, haben unterschiedliche Größen. Marder ist groß und gedreht, Katzen kennen wir ja.
Dieser Beweis für unsere Gäste auf der Baustelle ist nicht so ekelig und wird dafür aber lange halten… 🙂




In Aufzeichnungen aus den 60er Jahren hatten wir gefunden, dass sich unser Vorbesitzer geweigert hatte, an die Kanalisation angeschlossen zu werden. Er wurde „zwangskanalisiert“ :-)).
Mit dem Ausbau der Bodenplatte werden darunter gleich die Rohre gelegt. Bald können wir uns ordentlich entleeren…



Bei der Dachsanierung sind Deckenbereiche in der Wohnebene sichtbar geworden. Wir waren schon alle recht elektrisiert, als plötzlich eine alte Holzdecke zum Vorschein kam. „Nun wissen wir, wo die Gute Stube war“ sagte unsere Architektin. Mit Hammer und Stemmeisen habe ich die wohl in den Vorkriegsjahren aufgebaute Zwischendecke wieder abgerissen. Die hatte man zur Dämmung eingezogen und auch schön mit Holzschrot aufgefüllt. Mit dem Entfernen der Zwischendecke wird das Zimmer jetzt auch noch ca. 20 cm höher, was für mich natürlich toll ist.
Eine Restauratorin hat sich die Decken inzwischen angeschaut und sagte, dass diese wohl im 18. Jahrhundert von den Waldensern (Vertriebene aus Frankreich, welche in unsere Region geflüchtet sind) gebaut wurde. Eine echte Zierdecke, wie geil ist das denn.
Zufällig waren wir am Wochenende vorher im Kloster Hirsau und haben dort an Deckenbalken rote Absetzungen gesehen. Wir erzählten das. Daraufhin hat sie die Decke untersucht und in den Nuten auch rote Farbabsetzungen gefunden. Das wird mal ein richtig schönes Arbeitszimmer 🙂

