Das wichtigste im Haus hält Einzug. Eine gute Sitzung ist doch so was von wichtig 🙂 Deshalb in jede Etage ein Klo :-).
Das ist der Anfang der Arbeiten unseres Installateurs.

Iptingen Down Town
Das wichtigste im Haus hält Einzug. Eine gute Sitzung ist doch so was von wichtig 🙂 Deshalb in jede Etage ein Klo :-).
Das ist der Anfang der Arbeiten unseres Installateurs.



Naja, nicht ganz der erste Kontakt. Aber mit dem neuen frischen Lehm bei uns im Haus. Es war unglaublich. Am Freitag hat Christoph nach zahlreichen Vorbereitungen mit dem Dachboden begonnen. Als ich spät abends heim kam und im Dunkeln den Kopf in den Dachboden gesteckt habe, hatte ich das Gefühl, in einem Erdloch zu sein. Unglaublich dieser Geruch, dieses Gefühl. Ich hätte nicht gedacht, das mich das so packen kann. Nach den ganzen Vorarbeiten im Dachboden war das ein unglaublicher Moment.


Nachdem wir nun die erste Putzschicht aussen auf der Wand haben, beginnt nun der Aufbau des Innenputzes. Das wird unser Lehmbauer Christoph machen. Ob innen oder außen lernen wir, dass der Putz in vier Schichten aufgetragen wird. Als erstes die Gund/Ausgleichschicht. Auf diese kommt innen dann die Wandheizung und Elektroverkabelung. Dann erfolgt der Auftrag der nächsten Schicht, welche die ganzen Rohre und Kabel einbettet. Da es hier dann noch viele Risse gibt, wird in einer dritten Schicht eine Gage aufgetragen. Letztendlich kommt dann als finale Schicht noch mal ca. 2 mm Feinputz drauf.
In unser Haus kommen so ca. 22 Tonnen Lehm. Ja, ich habe mich nicht verschrieben. Das heißt am Ende wohnen wir eigentlich in einer Erdhöle 🙂



Jetzt passiert richtig viel. Auf allen Aussenwänden wurde diese Woche der Ausgleichputz aufgebracht. Darunter gibt es noch ein Metallgitter. Damit ist es richtig stabil. Das geschieht auch nicht aus Spaß, sondern ist eine Forderung unseres Statikers :-).
So können wir mit Recht sagen “ Der Putz hält unser Haus zusammen“.


Der wohl erste Raum, welcher nun nicht mehr angefasst wird. Eigentlich hatte ich ja mal gehofft, die Werkstatt weiter nutzen zu können. Mit der Entscheidung, in das Haus zu ziehen und Erdwärme zu nutzen, war das dann der geeignete Raum für die Technik. Hier ist er nun, der neue Raum für Wärmepumpe und Wasserspeicher … 🙂
Dabei durfte ich den Unterschied zwischen Dispersionsfarbe und Silikatfarbe kennen lernen und auch erfahren, dass die Anwendung einer Maurerkelle durchaus etwas Übung bedarf.



Wenn so viel zu tun ist, vermeidet man neue Baustellen. So dachten wir, dass die Decke im Flur bleiben kann/soll. Am Donnerstag hatten wir im Arbeitsurlaub einen Termin mit unserer Architektin. Da haben wir uns die Decke noch einmal angeschaut. Der Statiker sagt „die hält noch ein paar Jahre“ – aber wenn man oben springt, kommt unten was runter. Wenn der Lehmputz nun unten drauf drauf kommt, hält der vielleicht nur zwei Jahre. Dann ist da so eine Steinschlacke drin, welche sehr dick ist und so können wir noch Deckenhöhe im Flur gewinnen.
Also, kurz entschlossen, Schlaghammer angesetzt und weg ist die Decke. Na ja, das waren schon ein paar Stunden und durch amtliche Wiegung nachgewiesene 1,7 Tonnen, welche in zwei Fuhren zum Schutt gefahren werden mussten.
Mit dem Neuaufbau einer Decke haben wir durch die Küchendecke ja jetzt Übung. Lattung ran, Schalbretter drauf und Holzwolle als Füllung rein.
Nur das dabei ein dicker Balken ran musste, um die Bretter der Decke aufzunehmen und die 30 cm langen Zimmermansschrauben unseren Schrauber in Flammen haben aufgehen haben lassen, war so nicht geplant. Nebenbei hat ein altes Schalholz sich gegen mein Auge geschleudert, so dass ich wieder entsprechend aussehe. Naja, war endlich mal das andere Auge :-).
… wer genau schaut, findet auch die Eisenbahnschiene, welche Nette gerade beschreiben hat …



An den Aussenwänden kommt überall Lehmputz drauf. Dann die Leitungen für die Wandheizung. Da der Lehmputz auf Holz nicht hält, war es unsere Aufgabe, auf das Holz Schilf zu tackern. So schaut es dann aus…


Als die Eisstrahler unsere Holzdecke fertig hatten, hat es uns fast umgehauen. Bisher hatten wir uns über einen möglichen Farbanstrich in der ehemaligen Guten Stube unterhalten. Ich glaube, die Diskussion hat sich erübrigt… 🙂
Unten bei den Bilden seht Ihr mal die Form des Eises. Das ist in den Containern bei ca. -80 Grad. Die kleinen Pellets werden dann mit Schallgeschwindigkeit raus geschossen und explodieren und verdampfen. Runter kommt nur noch Staub. Die haben zwar einen Riesenstaubsauger aufgestellt, doch überall ist jetzt feinster Staub. Der wird uns über die Bauphase nun begleiten und schrittweise verputzt oder weg gesaugt.



Keine Neuigkeiten sind an dieser Stelle gute Neuigkeiten. Vergleicht gerne das Bild vom Eingangsbereich mit dem Letzten und Ihr werdet sehen, dass es gewaltig voran gegangen ist. Der Eingangsbereich nimmt Form an. Die Fassade hat ein neues Gesicht und unser Schlafzimmer und Wohnzimmer kommen immer deutlicher zur Geltung.
Das tolle ist, dass immer mehr Gewerke die ins Haus kommen einfach nur sagen. „Oh, das wird toll“. Das hören wir natürlich gerne. Es zeigt sich auch dass mit allen Gewerken ein echt gutes Team entstanden ist. Wir freuen uns jetzt auf die nächsten großen Schritte wie Innenputz, Elektro, Klempnerei, Fenster, Heizung…




Die Feiertage um Weihnachten und Neujahr haben wir intensiv genutzt, um Decken im Eingangsbereich zu entfernen und im Dachboden die Verschalung an zu bringen. Dahinter werden dann Holzfasern eingeblasen, um es perfekt zu dämmen. Es ist unglaublich toll, nach all den Abrißtätigkeiten nun zu beginnen, etwas Neues zu schaffen. Irgendwie müssen wir ja auch schauen, dass die Kosten nicht zu sehr explodieren. So wir das Haus immer mehr Unseres und es mach Spaß zusammen zu schaffen.
Nette räumt im ganzen Haus die Reste weg, so dass wir eine saubere Baustelle haben. Irgendwie sieht das dann toll aus und man kann es sich alles schon viel besser vorstellen.

