Aufgeräumt und Holzlatten weg – diese auch noch perfekt aufgestapelt. Wir waren wieder fleißig…
Das Haus im Haus
Da es in den letzten Tagen recht kalt war, habe ich unser Wohnmobil zum Laden der Batterien bewegt. Nette und ich hatten zu Beginn der Scheunenzeit die Idee verworfen, unser gutes Stück in der Scheune ab zu stellen. Soll halt unser Kitemobil bleiben und kein Baustellenfahrzeug werden… 😉
Für ein paar Tage kann es sich zum Laden der Batterien aber mal in unserem künftigen, zwischenzeitlich doch sehr aufgeräumten Wohnzimmer, entspannen…
Erste Entwürfe
Torsten und ich haben überlegt, wie wir uns der Gestaltung der Scheune weiter nähern können. Dabei sind wir auf die Möglichkeit gestoßen, Fotos als Konturendarstellungen auszudrucken und dann ganz altmodisch mit Buntstiften zu bearbeiten. Das hat den Vorteil, dass die Größenverhältnisse einigermaßen getroffen werden und noch viel wichtiger: die Perspektive … es ist nämlich gar nicht so einfach, perspektivisch zu zeichnen, wenn man das sehr lang nicht gemacht hat…

Original 
Konturendarstellung 
Entwurf

Tenne 
Bad 
Schlafzimmer mit Ankleidebereich
Wieder was Gruseliges aus der Vergangenheit
Durch die Gespräche mit unserem gegenüber Nachbarn und dem alten weißen Mann in Mönsheim, haben wir gelernt, dass am Ende des 2. Weltkrieges die Grenze zwischen Franzosen und Deutschen quer durch Iptingen lief. Die obere Strasse war damals die Hauptstrasse, welche stark aus Wiernsheim beschossen wurde. Da gibt es auch kaum noch alte Häuser.
In den nahestehenden Fachwerkhäusern hat es durch die Druckwelle vielfach die Gefache und Querriegel raus geschleudert, so dass nur die Ständer stehen geblieben sind. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass ich im Haus bei den Gefachen so viele Dachziegel als Einlage gefunden habe und die Querriegel ziemlich zerbröselt sind.
Vielleicht hat auch der heutige Fund irgendwie etwas damit zu tun…???

Und wieder der Schweinestall…
Samstag und Sonntag habe ich voll und ganz dem Schweinestall gewidmet 😉 Wobei der Samstag am Vormittag noch kurz mit einer Entsorgungseinlage für chemische Stoffe in Maulbronn gestartet ist. Hier war das Entsorgungsmobil aufgefahren, welches all unser altes Öl verschiedener Art, Benzin, Farbe, Dünger, Unkrautgift, etc. genommen hat. All die Sachen welche beim Aufräumen angefallen sind. Die Jungs dort waren unglaublich freundlich und haben geholfen, das komische Zeug entsorgen zu können.
Ja, und dann wieder Schweinestall. Am Samstag alle Bretter raus. Dann das Sägemehl in Säcke geschaufelt und Decke und Wände von Unmengen an Spinnweben gereinigt. Jetzt ist fast alles raus. Etwa ein bis zwei Säcke fehlten noch, doch das restliche Sägemehl liegt schön in einer Ecke , so dass fast der ganze Schweinestall nun als Zwischenlager zu nutzen ist. Wobei es vielleicht auch ganz gut ist, dass die Säcke ausgegangen sind. Ich hatte schon etwas Schiß, dass der Anhänger mit mehr als 1t überladen ist. Bei so etwa 28 Säcken dürfen das je Sack max. 35 kg sein… Waren schon ganz schon schwer die Dinger :-))
Nun reicht es aber auch mit der Schweinerei im Schweinestall!
Fruchtkasten ist aufgeräumt
Nachdem ich letzte Woche beim Aufräumen des Fruchtkastens die antiken Getreidesäcke gefunden hatte, war danach nicht mehr viel passiert. Deshalb war der Fruchtkasten dieses Wochenende nochmal dran. Der Fruchtkasten soll ja mal Schlafzimmer, Ankleide und Bad werden. Im Schlafzimmer brauchen wir noch eine Gaube; in Bad und Ankleide kommt Tageslicht über das Fenster zur Straßenseite rein.

Hier soll das Schlafzimmer mit Dachgaube entstehen 
Das wird der Bereich für Bad und Ankleidezimmer
Als nächstes muss dann jetzt der Zwischenboden raus, damit man im Bad überhaupt aufrecht stehen kann.
Wir haben das erste Mal richtig kräftigen Regen gehabt. Das klingt so schön auf dem großen Scheunendach. Zum Glück kann unter dem Schleppdach trotzdem im Trockenen gearbeitet werden.

Die Schweinerei geht weiter
Nachdem ich heute die letzte Fuhre Stroh weg geschafft habe, habe ich mich weiter an die Entfernung des Zwischenbodens im Schweinestall gemacht. Mit dem Schlaghammer die Bretter anlupfen, dann mit dem Brecheisen aufhebeln und dabei rieselt es ohne Ende. Ein Viertel habe ich geschafft. Dabei sind schon wieder 12 Säcke Sägemehl angefallen. Das ist ein wahrer Job für Genießer :-).
Zum Tagesabschluß habe ich dann noch einen Platz für unseren Weihnachtsstern auf dem Dachboden gefunden. War gar nicht so einfach ihn da hoch zu bekommen, da die 1,3m Durchmesser nicht einfach so durch die Dachbalken passen…

Textiles Kleinod
Wir haben heute völlig unerwartet weitere Beweise aus der alten Zeit gefunden. Ich habe angefangen, den „Fruchtboden“ aufzuräumen. Fruchtboden heisst es deshalb, weil dort Früchte, wie Äpfel und Birnen, in Jutesäcken aufgehangen und gelagert wurden. Die Säcke, die jetzt noch dort hingen, beinhalteten keine Früchte mehr, sondern waren lediglich Aufbewahrungsort für andere Säcke… Ich habe so ca. 10 Säcke abgenommen und den Inhalt, also viele weitere Säcke, auf den Hof gekippt und sortiert. Gestaunt haben wir nicht schlecht, als Säcke mit Aufdrucken zum Vorschein kamen. Auf einigen stand FF für Friedrich Flattich, auf anderen Bayerische Qualität mit dem typischen blau-weissen Rautenmuster. Sensationell aber waren Säcke aus dem 19. Jahrhundert. Der älteste trug die Aufschrift: Christoph Friedrich Grotzinger Eberdingen 1814!!! Unfassbar alt!!!


Der Aufdruck lautet: Karl Friedrich Flattich, Iptingen 1914 

Hier lautet der Aufdruck: Georg David Dann, Iptingen, 1860… mit einer Traube … wenn das mal kein Zeichen ist!!!

Stern ist weg
Nach einer gemütlichen Wanderung durchs wunderschöne Heckengäu sind wir heute nur kurz an der Scheune gewesen. Pünktlich zum Dreikönigstag haben wir unseren Hernhuter Stern abgenommen. Nun leuchtet nur noch der Mond helle.

Wohnzimmer strohfrei
Eigentlich dachten wir, dass es heute nur noch eine kleine Aktion braucht, die letzten Strohreste im Heuschober in blaue Plastiksäcke zu packen. Aber weit gefehlt… vier Stunden haben wir geharkt und gefegt und den wunderbar gestampften Lehmboden im zukünftigen Wohnzimmer frei gelegt. Dabei haben wir vom alten Flattich eine Inschrift vom Juli 1948 gefunden. Offenbar hat er damals den Eingang zum Gewölbekeller neu gemacht. Ganz süß ist ist, dass große und kleine Katzentatzen in dem Beton wiederzufinden sind. Ich glaube, ein gutes Zeichen!!

































