Alles klar für die Bodenplatte

Der nächste Bauabschnitt geht auf den Abschluss zu. Im Erdgeschoss wurde alles ausgebaggert und Dämmplatten eingelegt. Wo notwendig sind auch die unteren Bodenbalken abgestützt. Hier hatten wir befürchtet, dass ein Hauptbalken am Boden ausgetauscht werden muß. Da hatten wir mal Glück, dass er doch nicht zu morsch war. Schon unglaublich, was so eine Eiche im Boden alles über Jahrhunderte aushält.

Eine Überraschung gäbe es dann aber doch noch – bei der Tür zum alten Öllager hat man den Stützbalken so tief beschädigt, dass wir hier wohl zu mauern werden und die Tür an eine andere Stelle setzen müssen. Die Überraschungen hören also nicht auf…

Neue Hausfront

Nachdem wir festgestellt haben, dass der Balken über der Tür komplett erneuert werden muß, haben wir die Gelegenheit genutzt, die ganze Frontseite zum Hof neu zu gestalten. Unten in der alten Milchküche ist das Fenster raus, dafür machen wir in die neue Tür ein Fenster rein. Die alte Eingangstür wird ein großes Fenster, welches Licht auf die Treppe wirft. Dann kommt links unten noch ein großes Fenster rein. Oben im Arbeitszimmer haben wir ja die Holzdecke entdeck. Wir denken, dass das zugemauerte Fenster rechts wieder geöffnet werden sollte, um die Abendsonne rein zu lassen. Wir finden das sieht toll und sehr stimmig aus. Unsere Architektin hat das wie immer gut vorbereitet, so dass das Denkmalamt gleich zustimmen konnte :-).

Upcycling

Nachhaltig ist unser Projekt auf jeden Fall! Das Dämmmaterial, das in den Zwischendecken war, wird gesiebt und in vier Teile separiert: Stroh, Altholz, Kalkputz und wiederverwertbares Dämmstreu. Das Dämmstreu lagern wir bis zur Weiterverwendung unterm Dach. Hoffentlich entdecken die Katzen der Umgebung den Haufen nicht als Katzenklo 😉

Erstes Fundament gegossen

Für die Abstützbalken im Flur wurde diese Woche das Fundament aufgebaut. Dann haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, dass zwischen Flur und Waschmaschinenraum eine Sichtmauer aus Granitgestein aufgebaut werden soll. Wenn, dann richtig…

Die hat auch gleich ein Fundament bekommen. Unsere neu verlegten Rohre sollen es ja nicht zu schwer haben…

Und dann haben wir immer Gäste im Haus. Die Kotportionen welche wir finden, haben unterschiedliche Größen. Marder ist groß und gedreht, Katzen kennen wir ja.

Dieser Beweis für unsere Gäste auf der Baustelle ist nicht so ekelig und wird dafür aber lange halten… 🙂

Halloooo… wer bist Du denn?

Nachdem die Decke in der zukünftigen Küche freigelegt wurde, kommt Kalkputz zwischen den alten Deckenbalken zum Vorschein… vermutlich aus der Zeit der Erbauung. Wir wollen genauer wissen, was das ist und holen eine Restauratorin, die sich mit Farben und alten Techniken auskennt.

Die Restauratorin erkennt viele verschiedene Schichten von Kalk und Farbe…. Grüntöne, Braun, Ocker, Blau… alles vorhanden. Besonders ist wohl, dass die Kalkschichten auch über die Balken gestrichen wurden. Deshalb sehen die Balken bunt gescheckt aus. Wir überlegen, Teile davon zu restaurieren…

Nur für Genießer…

Frei legen der Küchendecke
Da muß man sich auch mal ausruhen.

Mal richtig an die Kanalisation angeschlossen

In Aufzeichnungen aus den 60er Jahren hatten wir gefunden, dass sich unser Vorbesitzer geweigert hatte, an die Kanalisation angeschlossen zu werden. Er wurde „zwangskanalisiert“ :-)).

Mit dem Ausbau der Bodenplatte werden darunter gleich die Rohre gelegt. Bald können wir uns ordentlich entleeren…

Erstes nigelnagelneues Fenster

Langsam wird es wohnlich in unserem Haus. Ein erstes kleines, funktionsfähiges Fenster ist eingebaut: unser Dachfenster für die Toilette im Dachgeschoss.

Entdeckung der guten Stube

Bei der Dachsanierung sind Deckenbereiche in der Wohnebene sichtbar geworden. Wir waren schon alle recht elektrisiert, als plötzlich eine alte Holzdecke zum Vorschein kam. „Nun wissen wir, wo die Gute Stube war“ sagte unsere Architektin. Mit Hammer und Stemmeisen habe ich die wohl in den Vorkriegsjahren aufgebaute Zwischendecke wieder abgerissen. Die hatte man zur Dämmung eingezogen und auch schön mit Holzschrot aufgefüllt. Mit dem Entfernen der Zwischendecke wird das Zimmer jetzt auch noch ca. 20 cm höher, was für mich natürlich toll ist.

Eine Restauratorin hat sich die Decken inzwischen angeschaut und sagte, dass diese wohl im 18. Jahrhundert von den Waldensern (Vertriebene aus Frankreich, welche in unsere Region geflüchtet sind) gebaut wurde. Eine echte Zierdecke, wie geil ist das denn.

Zufällig waren wir am Wochenende vorher im Kloster Hirsau und haben dort an Deckenbalken rote Absetzungen gesehen. Wir erzählten das. Daraufhin hat sie die Decke untersucht und in den Nuten auch rote Farbabsetzungen gefunden. Das wird mal ein richtig schönes Arbeitszimmer 🙂

Die dickeren Balken sind nur zur Zierde. Darüber sind die normalen Deckenbalken.
Und so schaute das zukünftige Arbeitszimmer bei der Übernahme aus

Tatkräftige Unterstützung

Judit und Mattis sind mal wieder da und helfen uns tatkräftig. Mattis ist mega zufrieden mit seiner Ausrüstung und will gar nicht wieder weg.

Mattis schaufelt fleissig den Dreck weg, den Judit mit dem Schlaghammer erzeugt.