Unser zukünftiges Wohnzimmer ist noch voll mit Stroh. Auch wenn es nicht so aussieht, so sind es für Scheunenanfänger wahrliche Unmengen. Nette schaufelt es in die Säcke und ich fahre es zum Abfallhändler. Wir haben glücklicherweise einen privaten Entsorgungsdienst gefunden, der das 30 Jahre alte Zeugs annimmt. Auf allen Grünplätzen ist das Abladen von Stroh verboten – und kein Bauer hat Bock sich das mit Mäusescheiße versüffte Zeugs in den Stall zu legen. Macht alles keinen Spaß.. 😉
Heute sind wir fast fertig geworden. Man kann schön den Boden in der Scheune sehen. Vier Fuhren mußte ich fahren, das macht in Summe ca. 66 Säcke. Da immer gewogen wurde, weiß ich, dass wir bisher 1,1t aus der Scheuer an Stroh und Heu raus getragen haben. Eine Fuhre wird es wohl noch. Das sind dann noch einmal ca. 16 Säcke mit 300 kg.
Internet im Anwesen
Nachdem wir festgestellt haben, dass in Iptingen Downtown die Telecom kaum Funkempfang bietet, haben wir uns einen Internetanschluß bestellt. Mal nach Öffnungszeiten schauen oder was bestellen – daran hat man sich inzwischen zu sehr gewöhnt.
Das neue Jahr hat gerade begonnen und pünktlich 10:00 Uhr ist der Techniker dann im Anwesen. Im Flur ist noch eine richtig alte Postaschlußdose mit einem guten Kupferkabel. Der Anschluß wird dann in den ehemaligen Ölraum gelegt. Da sind ausreichend Steckdosen und es wird ein Erdanschluß benötigt. Da unser Wasserzugang dort ist, ist das am Einfachsten zu realisieren.
Schnell habe ich gemerkt, dass das dicke Feldsteinmauerwek sehr den Funk behindert. Ein Repeater in der alten Küche hilft etwas ab. Ein bisserl Empfang gibt es so auch noch am Scheunentor.
So ist der Internetanschluß die erste richtige Erneuerung im Anwesen :-).

Silvester auf dem Anwesen
Heute gibt es für uns keinen Arbeitseinsatz, sondern Party, Lagerfeuer, Musik, Stockbrot und Rote. Judit hat eine herausragende Linsensuppe – es kommt alles rein ausser Fleisch – gemacht – lecker!
Wobei – Einer hat die Stunden extrem schwer gearbeitet 🙂
Mattis ist da
Da haben wir doll drauf gewartet, Mattis endlich den neuen Riesenspielplatz zu zeigen. Das war ein Fest. Scheune, Garten, Werkstatt, Haus, Stallung, Keller und dann der Dachboden. Da die Sonne so schön schien, gab es ein ganz tolles Licht. Eisig Kalt war es aber, so dass wir im Garten ein schönes Lagerfeuer angemacht haben. In der Werkstatt hat Mattis eine alte Axt gefunden. Den ganzen Tag hat er sie dann nicht mehr aus der Hand geben wollen.
In den letzten Tagen hatten wir uns damit beschäftigt, wie wir den Keller etwas trockener bekommen können. Dabei haben wir heraus gefunden, dass es jetzt, wo es eisig kalt ist, die einzig mögliche Zeit ist, mal zu lüften. Alle Keller Luken machten wir auf und die Luftfeuchtigkeit ging von 96% auf 86% runter. Die Temperatur aber auch von 8 auf 5 Grad. Da es die nächsten Tage draussen kälter ist als im Keller, werden wir weiter lüften. Mal schauen, ob das hilft. Ein guter Bauer hätte das sicher im Blut.
Torsten hat noch die alten Lüftungsrohre ausgebaut und zum Schrott gebracht. Bei einer Kletterübung musste er unter das Scheunendach. Trotz der Kälte gab es ordentlich Angstschweiß wegen der Höhe. War nicht lustig… 😉
Nette hat weiter Strohsäcke gefüllt. Wir haben jetzt einen Abfallhandel gefunden, der die anstehen 40 Riesensäcke nehmen wird.

Tischprobe
Die Architektin hat uns empfohlen, doch mal darüber nach zu denken, wo wir den großen Esstisch in der Scheune positionieren wollen. Der Rest baut sich dann darum… Besonders zur Weihnachtszeit ist klar, dass ein ganz großer Tisch irgendwo seinen Platz finden soll. Feste müssen gefeiert werden… 🙂 Erst haben wir es probiert, den Tisch in die Tenne zu stellen. Das war uns aber zu sehr am Eingang. Als Favorit stellt sich eine Position hinten im Scheunenanbau quer heraus. Da sind für 3,5 m Tisch genug Platz. Ursprünglicher Plan war es, für das Küchenmöbel dort einen Raum zu finden. So mit Tisch gefällt es uns aber besser. Die Wand zum Garten soll Glas werden und auf der anderen Seite sieht mann dann die tolle alte Scheune. Gegenüber ist dann noch Platz für Küchenmöbel und einen gemütlichen Sitzplatz für Zwei. In die Tenne kommt dann der Küchenblock. Na, mal schauen ob es bei der Idee bleibt.
Dann haben wir noch überlegt, ob in das Wohnzimmer einen Raum im Raum bekommt. Das lassen wir aber. Die Scheune finden wir in der Größe einfach zu toll.

Auf ins 18.Jahrhundert…
Samstag ist neuerdings immer Baustellentag. Heute am Vormittag habe ich unseren Anhänger erstmalig aus gefahren und die Auto-/ und Traktorenreifen zum Wertstoffhof nach Malmsheim gebracht. Der ganze Hänger war voll. 60 Euro und alle Reifen waren weg.
Nette und ich haben weiter gesäubert. Ein neuer Profisauger hat noch mal allen Staub aus der Werkstatt gesaugt und Nette hat unter der Überdachung aufgeräumt. Sauberes Heim :-). Mit einem Feuer gab es dann noch Kürbissuppe – so geht Baustelle…
Und dann hat die Neugierde nicht mehr gehalten. Mit großem Hammer und Meißel + Mundschutz habe ich begonnen die Wand im alten Schlafzimmer frei zu legen. Was uns da wohl erwartet…
Auf jeden Fall kein Stroh mit Lehm – Irgendwelcher alter grobporiger Beton, Ziegelsteine und Ziegelsteinsplitter. Da wurde wohl irgendwann der Inhalt neu auf gefrischt. Balken von prima bis Bröselware. Da dürfen wir gespannt sein, was Architektin und Statiker dazu sagen. Langsam gehen die großen Bauüberraschungen los…
Auf jeden Fall habe ich mir erst mal einen Schlaghammer bestellt. Mit Hammer und Meißel wird das wohl nichts…
Mit Jakob und Melisa in der Scheune
Unsere Kinder lassen sich von unserer Begeisterung anstecken. Jakob besucht uns mit Melisa, um unser Bauernhaus das erste Mal zu besichtigen. Freitag im Dunkeln erkunden sie die Scheune und bestaunen das alte Fachwerk. Am folgenden Samstag werfen sie sich in die Arbeitsanzüge und helfen beim Ausräumen des alten Rinderstalls und des kleinen Häuschens. Am Ende des Tages ist auch der Rinderstall mit all seinem darin enthaltenen Sondermüll ausgeräumt und das kleine Häuschen auch 🙂

Rinderstall davor 
Rinderstall davor 
Rinderstall davor 
die Mannschaft 
Rinderstall danach 
… schön aufgeräumt!!!
Anhänger ist da
Unser Kitefreund Benny Herzensfroh hat uns den neuen Anhänger vorbei gebracht. Benny und seine Freundin Miri sind aus München gekommen und haben einen Zwischenstopp bei uns gemacht. Nette hat Kaffee zubereitet und wir haben uns in der Scheune getroffen. War eine lustige Runde mit uns allen (Nette, Jaki, Melisa, Benny, Miri und mir bis 23:30 in der Scheune).
Jetzt müssen wir das gute Stück nur noch anmelden…

Der Öltank ist weg
Das kleine Häuschen stand ca. vier Jahre leer. Beheizt wurde das Häuschen mit mehreren Ölöfen. Das dazu notwendige Öl wurde in zwei Tanks im Erdgeschoss bevorratet. Wenn man in das Häuschen eintritt, hat man das sofort gerochen. Wir hatten Bedenken, dass die Tanks vielleicht ein Leck haben und haben deshalb Profis geholt, die die Tanks samt Leitungen und Öfen ausbauen und entsorgen. Ein Tag hat dafür gereicht und das alte Öl haben sie sogar noch aufbereitet und daheim in unsere Öltanks gefüllt.

… mit Öltanks 
… ohne Öltanks 🙂 
schön aufgeräumt!!!
Der erste Arbeitseinsatz
Es kann losgehen. Haus und Scheune gehören uns. Das zweite Adventswochenende 2019 ist für den ersten Arbeitseinsatz geblockt. Torsten und ich haben uns einiges vorgenommen. Beide Gebäude stehen noch voller Sachen, alte Werkzeuge, Maschinen, Kruschd… wie der Schwabe sagt. Alles muss raus. Ein Container steht auf dem Hof und wartet darauf, gefüllt zu werden. Am Ende ist das Erdgeschoss im Häuschen aufgeräumt und in der Scheune die Tenne. Ich schaffe mit ein paar Kerzen Behaglichkeit und Torsten hängt unseren 1,30 m großen Hernhuter Stern dekorativ vorm Scheunentor auf. Ein gelungener Auftakt unseres Projekts.

































