Wieder was Gruseliges aus der Vergangenheit

Durch die Gespräche mit unserem gegenüber Nachbarn und dem alten weißen Mann in Mönsheim, haben wir gelernt, dass am Ende des 2. Weltkrieges die Grenze zwischen Franzosen und Deutschen quer durch Iptingen lief. Die obere Strasse war damals die Hauptstrasse, welche stark aus Wiernsheim beschossen wurde. Da gibt es auch kaum noch alte Häuser.
In den nahestehenden Fachwerkhäusern hat es durch die Druckwelle vielfach die Gefache und Querriegel raus geschleudert, so dass nur die Ständer stehen geblieben sind. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass ich im Haus bei den Gefachen so viele Dachziegel als Einlage gefunden habe und die Querriegel ziemlich zerbröselt sind.
Vielleicht hat auch der heutige Fund irgendwie etwas damit zu tun…???

Textiles Kleinod

Wir haben heute völlig unerwartet weitere Beweise aus der alten Zeit gefunden. Ich habe angefangen, den „Fruchtboden“ aufzuräumen. Fruchtboden heisst es deshalb, weil dort Früchte, wie Äpfel und Birnen, in Jutesäcken aufgehangen und gelagert wurden. Die Säcke, die jetzt noch dort hingen, beinhalteten keine Früchte mehr, sondern waren lediglich Aufbewahrungsort für andere Säcke… Ich habe so ca. 10 Säcke abgenommen und den Inhalt, also viele weitere Säcke, auf den Hof gekippt und sortiert. Gestaunt haben wir nicht schlecht, als Säcke mit Aufdrucken zum Vorschein kamen. Auf einigen stand FF für Friedrich Flattich, auf anderen Bayerische Qualität mit dem typischen blau-weissen Rautenmuster. Sensationell aber waren Säcke aus dem 19. Jahrhundert. Der älteste trug die Aufschrift: Christoph Friedrich Grotzinger Eberdingen 1814!!! Unfassbar alt!!!