Und wieder der Schweinestall…

Samstag und Sonntag habe ich voll und ganz dem Schweinestall gewidmet 😉 Wobei der Samstag am Vormittag noch kurz mit einer Entsorgungseinlage für chemische Stoffe in Maulbronn gestartet ist. Hier war das Entsorgungsmobil aufgefahren, welches all unser altes Öl verschiedener Art, Benzin, Farbe, Dünger, Unkrautgift, etc. genommen hat. All die Sachen welche beim Aufräumen angefallen sind. Die Jungs dort waren unglaublich freundlich und haben geholfen, das komische Zeug entsorgen zu können.
Ja, und dann wieder Schweinestall. Am Samstag alle Bretter raus. Dann das Sägemehl in Säcke geschaufelt und Decke und Wände von Unmengen an Spinnweben gereinigt. Jetzt ist fast alles raus. Etwa ein bis zwei Säcke fehlten noch, doch das restliche Sägemehl liegt schön in einer Ecke , so dass fast der ganze Schweinestall nun als Zwischenlager zu nutzen ist. Wobei es vielleicht auch ganz gut ist, dass die Säcke ausgegangen sind. Ich hatte schon etwas Schiß, dass der Anhänger mit mehr als 1t überladen ist. Bei so etwa 28 Säcken dürfen das je Sack max. 35 kg sein… Waren schon ganz schon schwer die Dinger :-))
Nun reicht es aber auch mit der Schweinerei im Schweinestall!

Fruchtkasten ist aufgeräumt

Nachdem ich letzte Woche beim Aufräumen des Fruchtkastens die antiken Getreidesäcke gefunden hatte, war danach nicht mehr viel passiert. Deshalb war der Fruchtkasten dieses Wochenende nochmal dran. Der Fruchtkasten soll ja mal Schlafzimmer, Ankleide und Bad werden. Im Schlafzimmer brauchen wir noch eine Gaube; in Bad und Ankleide kommt Tageslicht über das Fenster zur Straßenseite rein.

Als nächstes muss dann jetzt der Zwischenboden raus, damit man im Bad überhaupt aufrecht stehen kann.

Wir haben das erste Mal richtig kräftigen Regen gehabt. Das klingt so schön auf dem großen Scheunendach. Zum Glück kann unter dem Schleppdach trotzdem im Trockenen gearbeitet werden.

Die Schweinerei geht weiter

Nachdem ich heute die letzte Fuhre Stroh weg geschafft habe, habe ich mich weiter an die Entfernung des Zwischenbodens im Schweinestall gemacht. Mit dem Schlaghammer die Bretter anlupfen, dann mit dem Brecheisen aufhebeln und dabei rieselt es ohne Ende. Ein Viertel habe ich geschafft. Dabei sind schon wieder 12 Säcke Sägemehl angefallen. Das ist ein wahrer Job für Genießer :-).
Zum Tagesabschluß habe ich dann noch einen Platz für unseren Weihnachtsstern auf dem Dachboden gefunden. War gar nicht so einfach ihn da hoch zu bekommen, da die 1,3m Durchmesser nicht einfach so durch die Dachbalken passen…

Wohnzimmer strohfrei

Eigentlich dachten wir, dass es heute nur noch eine kleine Aktion braucht, die letzten Strohreste im Heuschober in blaue Plastiksäcke zu packen. Aber weit gefehlt… vier Stunden haben wir geharkt und gefegt und den wunderbar gestampften Lehmboden im zukünftigen Wohnzimmer frei gelegt. Dabei haben wir vom alten Flattich eine Inschrift vom Juli 1948 gefunden. Offenbar hat er damals den Eingang zum Gewölbekeller neu gemacht. Ganz süß ist ist, dass große und kleine Katzentatzen in dem Beton wiederzufinden sind. Ich glaube, ein gutes Zeichen!!

Schweinerei im Schweinestall

Der Schweinestall hat noch eine Zwischendecke. Die haben wir erst zusammen mit der Architektin entdeckt. Heute habe ich von unserem Bauern gegenüber gelernt, dass die Zwischendecke als praktische Isolation genutzt wurde. Das wurde erreicht, indem man Sägemehl darauf geschüttet hat. Jetzt kann sich jeder vorstellen, was die Entfernung dieser Zwischendecke für eine Sauerei werden wird. Altes Sägemehl von rechts, von links, von oben von unten…

Stroh, Stroh und nochmals Stroh…

Unser zukünftiges Wohnzimmer ist noch voll mit Stroh. Auch wenn es nicht so aussieht, so sind es für Scheunenanfänger wahrliche Unmengen. Nette schaufelt es in die Säcke und ich fahre es zum Abfallhändler. Wir haben glücklicherweise einen privaten Entsorgungsdienst gefunden, der das 30 Jahre alte Zeugs annimmt. Auf allen Grünplätzen ist das Abladen von Stroh verboten – und kein Bauer hat Bock sich das mit Mäusescheiße versüffte Zeugs in den Stall zu legen. Macht alles keinen Spaß.. 😉
Heute sind wir fast fertig geworden. Man kann schön den Boden in der Scheune sehen. Vier Fuhren mußte ich fahren, das macht in Summe ca. 66 Säcke. Da immer gewogen wurde, weiß ich, dass wir bisher 1,1t aus der Scheuer an Stroh und Heu raus getragen haben. Eine Fuhre wird es wohl noch. Das sind dann noch einmal ca. 16 Säcke mit 300 kg.

Heuboden

Der Heuboden soll unser Wohnzimmer werden. Davor muss aber das Heu raus. Davor aber muss das Holz raus… Keine Ahnung, warum hier so viel Holz rumliegt… aber das war heute ganz schön viel Arbeit, die ganzen Holzbretter vom Heuboden unter die Scheuer zu transportieren. Das Heu wartet morgen bestimmt noch auf uns….

Nicht mehr wie bei Hempels unterm Sofa

Es ist unglaublich, wieviel vier Leute an einem Wochenende schaffen können. Nach dem Rinderstall am Samstag haben Melisa, Jakob und ich heute noch unter dem Schleppdach den ganzen Müll, das Holz, die Reifen, das Metall weggeräumt. Torsten hat derweil im Häuschen Wände eingerissen. Der 10 Kubikmeter Container ist voll bis unter den Rand.

Mit Jakob und Melisa in der Scheune

Unsere Kinder lassen sich von unserer Begeisterung anstecken. Jakob besucht uns mit Melisa, um unser Bauernhaus das erste Mal zu besichtigen. Freitag im Dunkeln erkunden sie die Scheune und bestaunen das alte Fachwerk. Am folgenden Samstag werfen sie sich in die Arbeitsanzüge und helfen beim Ausräumen des alten Rinderstalls und des kleinen Häuschens. Am Ende des Tages ist auch der Rinderstall mit all seinem darin enthaltenen Sondermüll ausgeräumt und das kleine Häuschen auch 🙂