Bäume schneiden, gibt auch immer schönes Holz. Holz vom Apfelbaum, Holz vom Birnbaum… ganz wunderschön aber ist das Holz der Eibe, die Torsten mal eben so im Garten weggesemmelt hat. Ich hoffe ganz stark auf meinen Paps, der aus dem Eibenholz bestimmt eine schöne Variante seiner Drechselfiguren hinkriegt. Bin gespannt, wie die Dame dann heißen wird… Wenn aus einem Olivienholz Olivia entstanden ist, wer oder was entsteht dann aus Eibenholz? 🙂
Torsten und ich haben überlegt, wie wir uns der Gestaltung der Scheune weiter nähern können. Dabei sind wir auf die Möglichkeit gestoßen, Fotos als Konturendarstellungen auszudrucken und dann ganz altmodisch mit Buntstiften zu bearbeiten. Das hat den Vorteil, dass die Größenverhältnisse einigermaßen getroffen werden und noch viel wichtiger: die Perspektive … es ist nämlich gar nicht so einfach, perspektivisch zu zeichnen, wenn man das sehr lang nicht gemacht hat…
Nachdem ich letzte Woche beim Aufräumen des Fruchtkastens die antiken Getreidesäcke gefunden hatte, war danach nicht mehr viel passiert. Deshalb war der Fruchtkasten dieses Wochenende nochmal dran. Der Fruchtkasten soll ja mal Schlafzimmer, Ankleide und Bad werden. Im Schlafzimmer brauchen wir noch eine Gaube; in Bad und Ankleide kommt Tageslicht über das Fenster zur Straßenseite rein.
Hier soll das Schlafzimmer mit Dachgaube entstehen
Das wird der Bereich für Bad und Ankleidezimmer
Als nächstes muss dann jetzt der Zwischenboden raus, damit man im Bad überhaupt aufrecht stehen kann.
Wir haben das erste Mal richtig kräftigen Regen gehabt. Das klingt so schön auf dem großen Scheunendach. Zum Glück kann unter dem Schleppdach trotzdem im Trockenen gearbeitet werden.
Wir haben heute völlig unerwartet weitere Beweise aus der alten Zeit gefunden. Ich habe angefangen, den „Fruchtboden“ aufzuräumen. Fruchtboden heisst es deshalb, weil dort Früchte, wie Äpfel und Birnen, in Jutesäcken aufgehangen und gelagert wurden. Die Säcke, die jetzt noch dort hingen, beinhalteten keine Früchte mehr, sondern waren lediglich Aufbewahrungsort für andere Säcke… Ich habe so ca. 10 Säcke abgenommen und den Inhalt, also viele weitere Säcke, auf den Hof gekippt und sortiert. Gestaunt haben wir nicht schlecht, als Säcke mit Aufdrucken zum Vorschein kamen. Auf einigen stand FF für Friedrich Flattich, auf anderen Bayerische Qualität mit dem typischen blau-weissen Rautenmuster. Sensationell aber waren Säcke aus dem 19. Jahrhundert. Der älteste trug die Aufschrift: Christoph Friedrich Grotzinger Eberdingen 1814!!! Unfassbar alt!!!
Der Aufdruck lautet: Karl Friedrich Flattich, Iptingen 1914
Hier lautet der Aufdruck: Georg David Dann, Iptingen, 1860… mit einer Traube … wenn das mal kein Zeichen ist!!!
Nach einer gemütlichen Wanderung durchs wunderschöne Heckengäu sind wir heute nur kurz an der Scheune gewesen. Pünktlich zum Dreikönigstag haben wir unseren Hernhuter Stern abgenommen. Nun leuchtet nur noch der Mond helle.
Eigentlich dachten wir, dass es heute nur noch eine kleine Aktion braucht, die letzten Strohreste im Heuschober in blaue Plastiksäcke zu packen. Aber weit gefehlt… vier Stunden haben wir geharkt und gefegt und den wunderbar gestampften Lehmboden im zukünftigen Wohnzimmer frei gelegt. Dabei haben wir vom alten Flattich eine Inschrift vom Juli 1948 gefunden. Offenbar hat er damals den Eingang zum Gewölbekeller neu gemacht. Ganz süß ist ist, dass große und kleine Katzentatzen in dem Beton wiederzufinden sind. Ich glaube, ein gutes Zeichen!!
Heute bestaunt Judit unser „Anwesen“ … sie hat ihre Freundin Jolle mitgebracht. Wir klettern mit den beiden bis unters Dach der Scheune. Judit balanciert auf den dicken Balken des Dachstuhls. „Ein Riesenkinderspielplatz!“, strahlt sie. Mal sehen, ob sie das nächste Woche auch noch sagt, wenn Mattis den Riesenspielplatz erkundet. Am Ende entdecken Jolle und Judit zwei alte Reisigbesen, mit denen sie durch die Tenne fliegen, äh… reiten.
Der Heuboden soll unser Wohnzimmer werden. Davor muss aber das Heu raus. Davor aber muss das Holz raus… Keine Ahnung, warum hier so viel Holz rumliegt… aber das war heute ganz schön viel Arbeit, die ganzen Holzbretter vom Heuboden unter die Scheuer zu transportieren. Das Heu wartet morgen bestimmt noch auf uns….
Heute war der Hühnerstall mit Aufräumen dran…. kleiner Anbau aber trotzdem voll mit Holz, altem Öl und anderem diversen Müll… und hinterher: schön aufgeräumt!!!