Entdeckung der guten Stube

Bei der Dachsanierung sind Deckenbereiche in der Wohnebene sichtbar geworden. Wir waren schon alle recht elektrisiert, als plötzlich eine alte Holzdecke zum Vorschein kam. „Nun wissen wir, wo die Gute Stube war“ sagte unsere Architektin. Mit Hammer und Stemmeisen habe ich die wohl in den Vorkriegsjahren aufgebaute Zwischendecke wieder abgerissen. Die hatte man zur Dämmung eingezogen und auch schön mit Holzschrot aufgefüllt. Mit dem Entfernen der Zwischendecke wird das Zimmer jetzt auch noch ca. 20 cm höher, was für mich natürlich toll ist.

Eine Restauratorin hat sich die Decken inzwischen angeschaut und sagte, dass diese wohl im 18. Jahrhundert von den Waldensern (Vertriebene aus Frankreich, welche in unsere Region geflüchtet sind) gebaut wurde. Eine echte Zierdecke, wie geil ist das denn.

Zufällig waren wir am Wochenende vorher im Kloster Hirsau und haben dort an Deckenbalken rote Absetzungen gesehen. Wir erzählten das. Daraufhin hat sie die Decke untersucht und in den Nuten auch rote Farbabsetzungen gefunden. Das wird mal ein richtig schönes Arbeitszimmer 🙂

Die dickeren Balken sind nur zur Zierde. Darüber sind die normalen Deckenbalken.
Und so schaute das zukünftige Arbeitszimmer bei der Übernahme aus

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