Erstes nigelnagelneues Fenster

Langsam wird es wohnlich in unserem Haus. Ein erstes kleines, funktionsfähiges Fenster ist eingebaut: unser Dachfenster für die Toilette im Dachgeschoss.

Entdeckung der guten Stube

Bei der Dachsanierung sind Deckenbereiche in der Wohnebene sichtbar geworden. Wir waren schon alle recht elektrisiert, als plötzlich eine alte Holzdecke zum Vorschein kam. „Nun wissen wir, wo die Gute Stube war“ sagte unsere Architektin. Mit Hammer und Stemmeisen habe ich die wohl in den Vorkriegsjahren aufgebaute Zwischendecke wieder abgerissen. Die hatte man zur Dämmung eingezogen und auch schön mit Holzschrot aufgefüllt. Mit dem Entfernen der Zwischendecke wird das Zimmer jetzt auch noch ca. 20 cm höher, was für mich natürlich toll ist.

Eine Restauratorin hat sich die Decken inzwischen angeschaut und sagte, dass diese wohl im 18. Jahrhundert von den Waldensern (Vertriebene aus Frankreich, welche in unsere Region geflüchtet sind) gebaut wurde. Eine echte Zierdecke, wie geil ist das denn.

Zufällig waren wir am Wochenende vorher im Kloster Hirsau und haben dort an Deckenbalken rote Absetzungen gesehen. Wir erzählten das. Daraufhin hat sie die Decke untersucht und in den Nuten auch rote Farbabsetzungen gefunden. Das wird mal ein richtig schönes Arbeitszimmer 🙂

Die dickeren Balken sind nur zur Zierde. Darüber sind die normalen Deckenbalken.
Und so schaute das zukünftige Arbeitszimmer bei der Übernahme aus

Tatkräftige Unterstützung

Judit und Mattis sind mal wieder da und helfen uns tatkräftig. Mattis ist mega zufrieden mit seiner Ausrüstung und will gar nicht wieder weg.

Mattis schaufelt fleissig den Dreck weg, den Judit mit dem Schlaghammer erzeugt.

Neue Einblicke

Mit dem Baubeginn ergeben sich ganz neue Sichten. Alte Spriegel, die unter dem alten Putz geschlummert haben, kommen zum Vorschein… und ganz hinten lugt die Iptinger Kirche durch

Dach gedeckt

Kaum ist man mal eine Woche im Urlaub, ist das Dach gedeckt. Wir kommen relativ spät am 16. Oktober von unserem Kiteurlaub am Brouwersdam zurück und fahren trotzdem noch am Haus vorbei. Wir werden belohnt: Dach ist gedeckt. Ein dickes Dankeschön an die Dachdecker von der Firma Heinzelmann. Die „Heinzelmänner“ verdienen Ihren Namen.

Besonders schön ist auch der Schornstein, der auf Vorgabe des Denkmalamts gebaut wurde. Eigentlich haben wir keinen Kamin im Haus, aber ein Schornstein muss laut Denkmalamt her. Danke nochmal an dieser Stelle. Der Fake-Schornstein kostet stolze 308 EUR.
Und eine Dachgaube gibt es nun auch…

Richtfest

Feste müssen gefeiert werden. Unsere Architektin gab uns kurzfristig den Hinweis, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt für das Richtfest wäre.

Da trifft es sich gut, dass Nette noch arbeiten muß und ich schon etwas „Fasturlaub“ habe so, dass wir das gut organisieren können.

Dann wurde es richtig zünftig. Mit Richtspruch, Birke, an der Scheunenwand, zerschmetterten Weinglas und im Anschluß hatten wir eine schöne Feier in der Scheune. Mit ganz vielen alten und neuen Nachbarn hat das richtig Spaß gemacht. Das kann nur gut werden in unserem Hof … 🙂